Leipzig wächst und lässt die Mieten steigen

Leipzig wächst und lässt die Mieten steigen

Leipzig wird aufgrund des anhaltenden Wachstums zunehmend jünger, internationaler und vielfältiger. Viele Stadtteile werden stetig voller und immer weniger Menschen sind arbeitslos. Dies lässt die Mieten praktisch überall im Stadtgebiet deutlich ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Quartalsbericht der Stadt Leipzig.

Leipzig wächst

Am 1. Juli lebten insgesamt 583.543 Menschen in der Messestadt. Dies ergibt einen Anstieg von 10.653 Einwohnern im Vergleich zum vorigen Jahr. Ursächlich dafür sind 15.000 Zuzüge und knapp 3.500 Neugeborene. Damit sind die für 2030 anvisierten 700.000 Einwohner weiterhin realistisch.

Leipzig arbeitet

Trotz der steigenden Einwohnerzahlen geht die Zahl der Arbeitslosen in Leipzig weiter zurück und hat einen neuen Tiefstand erreicht. Waren Ende 2015 noch 25.460 Menschen ohne Job, so waren es ein Jahr später nur noch 23.117.

Leipzig wird internationaler

Fast alle Stadtteile sind in den vergangenen Jahren internationaler geworden. Insgesamt 80.000 Menschen (13,7 Prozent) haben in Leipzig derzeit einen Migrationshintergrund. Die meisten davon leben im Zentrum-Südost, in Volkmarsdorf und in Neuschönefeld.

Leipzig wohnt teurer

Mit dem Wachstum der Stadt gehen ein Rückgang des Leerstands sowie ein Anstieg der Angebotsmieten einher. Vor fünf Jahren standen in Leipzig noch 25.000 Wohnungen leer – jetzt sind es nur noch 10.000. Genau entgegengesetzt entwickeln sich die Angebotsmieten. So lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Januar 2012 bei 4,90 Euro und war bis zum April 2016 bereits auf 6,50 Euro gestiegen. Während man in einigen Randgebieten noch Wohnungen für 4,50 Euro pro Quadratmeter ergattern kann, zahlt man in beliebten Stadtteilen wie der Südvorstadt inzwischen mehr als das Doppelte.

 

Hier geht es zum Statistischen Quartalsbericht II/2017 der Stadt Leipzig.

Erstellt am 20.09.2017 | Bildquelle: Tom Thiele